Seit Mitte 2016 habe ich einen Elektroroller von Unu mit 3 kW Motorleistung.

Seither (Mai 2018) bin ich damit ca. 3100 km gefahren.

Ich nutze den Roller für die Fahrt in die Firma. Das sind am Tag so ca. 16 km. Mit einer Akkuladung komme ich problemlos 2 mal in die Firma und zurück, wenn ich ganz mutig bin, sogar ein 3. mal (wenn ich vergessen habe, den Akku rechtzeitig zu laden).

Am Ende der Akku-Kapazität (<10%) wird der Roller dann aber doch recht träge, die Endgeschwindigkeit erreicht dann gerade noch rund 30 km/h.

Die Aufwände für Wartung halten sich im Rahmen.

Bei 500 km war die erste Inspektion für ca. 80 € fällig. Just zu diesem Zeitpunkt fiel der rechte Bremslichtschalter aus. Auffällig wurde das dadurch, dass beim Bremsen mit dem rechten Bremshebel nicht wie gewohnt durch Rekuperation gebremst wurde, bevor die mechanische Bremse greift.

Der Schalter wurde durch Unu kostenfrei ersetzt, ich musste aber ein paar Tage auf die Lieferung des Ersatzteils warten.

Bei ca. 3000 km ist der Gepäckträger im Mai 2018 an den Schweißnähten gebrochen. Unu versprach, diesen kostenfrei zu ersetzen. Bis Anfang Juli Mitte August schaffte Unu es noch nicht, mir einen neuen Gepäckträger zuzuschicken.

Betriebskosten

An einem Tag bin ich 15,2 km gefahren. Das wieder Aufladen des Akkus verbrauchte danach 0,48 kWh. Für 3000 km entspricht das hochgerechnet 0,48 kWh * 200 = 96 kWh. Bei einem Strompreis von 28 Ct pro kWh entspricht das ca. 27 € „Treibstoffkosten“. Da im Sommer genügend Strom von unserer Solaranlage kommt, liegen die echten Stromkosten noch darunter.

Ein Roller mit Benzinmotor verbraucht im Schnitt 4 Liter auf 100 km. Nach 3000 km hätte dieser 4 l * 30 = 120 Liter verbraucht. Bei 1,4 € pro Liter wären das dann 1,4 € * 120 = 168 € Treibstoffkosten.
Die sparsameren (Benzin-)Roller liegen nach meiner Recherche bei 2,5..3 l Verbrauch, was dann aber immer noch bei 105..126 € Treibstoffkosten liegt.

Auffälligkeiten

Es gibt ein paar Dinge, die ich etwas nervig finde.

Zum einen ist die Bremsleitung zum Vorderrad über eine Schelle am vorderen Schutzblech geführt. Leider scheint die Materialauswahl aber ungeschickt zu sein, da die Bremsleitung mit dem Gummi der Schelle zu einem Quietschen führt, sobald die Federgabel ein- und ausfedert. Da hilft nur regelmäßig mit Silikonspray nachschmieren.

Der Reifen hat ein Profil, dass bei ziemlich genau 30 km/h dazu führt, dass eine Vibration auftritt. Kann man natürlich auch als Feature auffassen, da muss man nicht au den Tacho schauen, um zu wissen, dass man in der 30er Zone nicht zu schnell ist… 😀

to be continued…

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