Verwunderliche Vermieter

Wow. Heute kam ich nach Hause und hatte einen Brief unseres alten Vermieters erhalten.

Die besten Zitate jetzt hier f√ɬľr alle zum Nachlesen:

„Nachdem Sie die Vermietung behindert hatten und sich durch wunderliches Verhalten von einem normalen Gesch√ɬ§ftsverkehr disqualifiziert hatten […] haben wir die Wohnung […] doch noch vermieten k√ɬ∂nnen.“

Wunderliches Verhalten konnte ich eher von Vermieterseite festellen.

„Sie […] hatten sich mit √É‚Äěu√ÉŇłerungen gegen√ɬľber Dritten verhaltensauff√ɬ§llig gezeigt.“

Vermutlich meint er damit den Eigent√ɬľmer der Wohnung.

„Wir hatte die neue Mieterin daher gebeten, die Schl√ɬ∂sser auszutauschen, da wir durch die von Ihnen vorgenommenen, teilweise strafrechtlich relevanten √É‚Äěu√ÉŇłerungen, auch kein Zutrauen zu den von Ihnen beauftragten Personen haben.“

Starker Tobak. Wow. Und das von einem *zensiert*. Die Sache mit dem Bevollm√ɬ§chtigten hat er offenbar nicht verstanden. Sich √ɬľber geltendes Recht hinweg zu setzen, indem man behauptet dem Gegen√ɬľber nicht zu vertrauen ist ein dolles Ding. Ich h√ɬ§tte also die Wohnung besser einem Penner √ɬľberlassen sollen, weil ich meinem Vermieter nicht vertraue?!? Oder was soll ich daraus schlie√ÉŇłen?

Das beste ist: genau diese Vorgehensweise mit dem Schl√ɬ∂sser austauschen, hat er auch bei uns durchgezogen. Ich bin mir nicht sicher, ob nicht unser Vormieter damals auch so einen Brief bekommen hat…

„Wir fordern Sie auf, umgehend die restlichen Schl√ɬľssel […] herauszugeben.“

Aha. Wir sollen die Schl√ɬľssel, die wir einem Bevollm√ɬ§chtigten √ɬľbergeben haben, heraus geben. Wie w√ɬ§re es, wenn er sich an den Bevollm√ɬ§chtigten wendet? Ist doch nicht mein Problem, wenn er dem nicht vertraut. Mir vertraut er doch auch nicht. Wo ist da der Unterschied? Wenn er mir nicht vertraut, wieso vertraut er darauf, dass ich den Schl√ɬľssel zur√ɬľck gebe?

Er streitet dann noch ab, je eine Geschäftsbeziehung zu unserem Bevollmächtigten gehabt zu haben. Meine Auffassung ist ja die, dass er eben genau durch die Benennung des Bevollmächtigen eine Geschäftsbeziehung zu ihm hat.

Er wollte die √ÉŇďbergabe auch nie mit dem Bevollm√ɬ§chtigten machen. Wow. Da wiederspricht er mit diesem Schreiben seiner eigenen telefonischen Aussage, dass wir die Schl√ɬľssel dann doch einem Bekannten √ɬľbergeben sollen. Er hat es auch nicht f√ɬľr n√ɬ∂tig gefunden, uns dieses mitzuteilen, so dass wir vielleicht einen anderen Bevollm√ɬ§chtigten benennen k√ɬ∂nnten.

Wir h√ɬ§tten nicht daf√ɬľr Sorge getragen, dass in der Wohnung nichts einfrieren kann. Doch, denn der Gasofen lief weiterhin auf Minimal-Flamme, als wir zuletzt die Wohnung verlie√ÉŇłen. Was da seine Erf√ɬľllungsgehilfin, die Maklerin, in der Wohnung tat, w√ɬ§hrend sie den Schl√ɬľssel einkassiert hatte, kann ich leider nicht wissen.

Grundtenor des Briefes(zwischen den Zeilen gelesen): Ihr seid doch so die Vollidioten, ihr könnt euch ja nicht mal die Schuhe zubinden, wenn da nicht ein Experte daneben steht und euch alles erklärt.

Ich bin immer noch beeindruckt von so viel Dreistigkeit und Selbstherrlichkeit.

Mein Verdacht ist ja leider der, dass er dadurch versucht, die restliche, an uns zu √ɬľberweisende Monatsmiete einbehalten zu k√ɬ∂nnen, da er uns ein Fehlverhalten vorwirft. Wom√ɬ∂glich versucht er dann auch noch, damit die Kautionsr√ɬľckzahlung mindern zu k√ɬ∂nnen.

Ich werde wohl noch einmal einen Termin beim Mieterschutzbund machen m√ɬľssen.

Kommentare sind nicht freigeschaltet.