Archiv für September, 2008

Tankwahnsinn

Montag, 22. September 2008

Heute hatte Benzin den niedrigsten Preis seit…. keine Ahnung wann. Der Liter Benzin kostete heute an der Tankstelle, an der ich t√ɬ§glich vorbei laufe, gerade einmal 1,33 EUR.

Entsprechend war der Andrang:

tanken_fuer_133.jpg

Bayern: DDR 2.0?

Sonntag, 21. September 2008

Dieser Artikel macht doch wirklich Mut. In Bayer ist man offensichtlich gelegentlich der Meinung, dass wohl nicht alles in der DDR schlecht war. Wie man in diesem Artikel auf mdr.de nachlesen kann.

2 Stunden Demokratie

Sonntag, 21. September 2008

Gestern waren wir in M√ɬľnchen auf der Demonstration gegen Vorratsdatenspeicherung, versch√ɬ§rfte Versammlungsgesetze in Bayern und versch√ɬ§rfte √ÉŇďberwachung.

Die Veranstaltung startete gegen 14:00 Uhr und war gegen 16:00 zu Ende. Vertreter verschiedener Parteien wie Die Gr√ɬľnen, FDP, Die Linke und auch der Piratenpartei lieferten Redebeitr√ɬ§ge. Einige lie√ÉŇłen es sich (nat√ɬľrlich) nicht nehmen, auf die Wahl am n√ɬ§chsten Wochenende hinzuweisen und f√ɬľr ihre Partei zu werben. Alle versprachen dabei, dass versch√ɬ§rfte Versammlungsgesetzt wieder aufheben zu wollen.

Die Demonstration ging durch die M√ɬľnchner Innenstadt vom Marienplatz √ɬľber den Theaterplatz zun Landtag und √ɬľber das Tal wieder zum Marienplatz zur√ɬľck. Es standen einige Passanten am Rand des Zuges und betrachteten l√ɬ§chelnd die „paar Irren“ die da mit Musik und Sprech-Parolen duch M√ɬľnchen zogen.

In den gro√ÉŇłen Nachrichtenportalen war nichts zu finden √ɬľber die Demonstration, lediglich auf Heise-online. Zudem der Termin eher ungl√ɬľcklich gew√ɬ§hlt war: Wiesn-Auftakt in M√ɬľnchen und ein Bundesliga-Fu√ÉŇłballspiel

Es waren in jedem fall mehrere Hundert Leute als Teilnehmer bei der Demonstration. Ein paar redeten auch mit den „Zuschauern“ und fanden, wenig √ɬľberraschend, heraus, dass die Mehrzahl der Leute der Meinung ist, dass sie von den Ma√ÉŇłnahmen eh nicht betroffen seien. Sch√ɬ∂ne Welt mit Scheuklappen…

Ein Lied, dass w√ɬ§hrend der Demo gespielt wurde, fand ich ein gutes Credo, nach dem man sein Leben f√ɬľhren sollte: Die √É‚Äěrzte – Deine Schuld „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld wenn sie so bleibt.“ Also nicht nur jammern, sondern auch was tun. In diesem Sinne: auf nach Berlin am 11.10.2008.

Gas wird deutlich teurer

Dienstag, 16. September 2008

Heute habe ich ein Schreiben meines Gaslieferanten erhalten. Der Gaspreis wird im November angehoben um 1,3 Ct pro kWh. Das entspricht dann je nach Verbrauch √ɬľbers Jahr einer Steigerung von 14..24 %.

Solch eine Steigerung w√ɬľrde ich gern mal auf meinem Lohnzettel sehen…

Netzteil (um)tauschen

Dienstag, 16. September 2008

Seit ein paar Tagen machte der Rechner von Schatz seltsame Ger√ɬ§usche. Recht schnell haben wir das Netzteil als √ÉŇďbelt√ɬ§ter identifiziert. Der L√ɬľfter hatte einen Lagerschaden.

Heute habe ich dann die Rechnung rausgesucht (war von Mitte letzten Jahres) und bin zum Arlt gefahren. Dort sagte ich dem Mitarbeiter mein Spr√ɬľchlein auf: „Letztes Jahr gekauft, jetzt L√ɬľfter komische Ger√ɬ§usche…“ Er nahm dann das Netzteil inklusive Pappkarton und warf(!) es in hohem Bogen in die Werkstatt. Dort h√ɬ∂rte man nur noch ein Scheppern, das er sinngem√ɬ§√ÉŇł damit kommentierte: „fast habe ich in die Kiste getroffen“. Anschlie√ÉŇłend ging er zu einem Regal, nahm dort ein neues Netzteil heraus und gab es mir.

Das hat insgesamt keine 2 Minuten gedauert. Irgendwie bin ich immer noch fasziniert.

Erste Fahr-Stunde

Donnerstag, 11. September 2008

Ratet mal, wer heute seine erste richtige Fahr-Stunde mit dem Motorrad hatte!
Nein, nicht ich, sondern Schatz. Anschlie√ÉŇłend war sie richtig gut durchschwitzt, aber sah trotzdem gl√ɬľcklich aus. ūüôā

Video: Im Kreis fahren √ɬľben

Auf nach M√ɬľnchen

Donnerstag, 11. September 2008

Unsere Staats“diener“ werden immer despotischer. Heute war auf Heise-online in einem Artikel √ɬľber verschiedene Pl√ɬ§ne der Europ√ɬ§ischen Innenminister zu lesen:

„Jeder Gegenstand, den ein Individuum nutze, jede Transaktion und jeder Schritt erzeuge einen detaillierten digitalen Eintrag in Datenbanken“

Deshalb, kommt alle 20.9.2008 mit nach M√ɬľchen! Ab 14:00 k√ɬ∂nnt ihr dann zeigen, dass ihr gegen diesen Wahnsinn seid.

Kartoffelpuffer

Dienstag, 2. September 2008

Kartoffelpuffer sind ein leckeres Gericht, der Arbeitsaufwand hält sich auch in Grenzen.
Benötigte Zutaten:

  • pro Person ca. 500-600 g Kartoffeln. 1200 g ergeben ca. 10 Kartoffelpuffer
  • 2 Eier
  • 2 Essl√∂ffel Mehl
  • 1¬Ĺ Teel√∂ffel Salz
  • Fett zum Braten

Benötigtes Werkzeug:

  • 1 Kartoffelsch√§ler. Ein kleines Messer geht auch, aber mit Kartoffelsch√§ler geht das Sch√§len schneller.
  • 1 Kartoffelreibe. Entweder eine Handreibe (viel Arbeitsaufwand) oder eine elektrische K√ɬľchenmaschine mit Reibe-Werkzeug (viel einfacher, aber mehr zu putzen).
  • Wenn eine elektrische Maschine verwendet wird: es kann ein Reibe-Werkzeug und/oder ein H√§cksel-Werkzeug verwendet werden. Ich reibe erst ca. 2/3 der Kartoffeln und dann nehme ich das H√§cksel-Werkzeug und mache damit gr√∂bere Kartoffel-„Sp√§ne“. Damit wird dann der Kartoffelpuffer etwas lockerer, sieht aber auch nicht wie ein R√∂sti aus, sondern wirkt noch gut zusammenh√§ngend.
  • 1 normal gro√üe Pfanne. Man kann auch mit 2 Pfannen arbeiten, dann sind die Kartoffelpuffer schneller fertig.
  • 1 gro√üer L√∂ffel. Zum Verteilen des Teigs in der Pfanne.
  • 1 Bratenwender. Wer den Kartoffelpuffer durch entsprechende Pfannenbewegungen wenden kann, braucht den nicht. Aber man sollte das wirklich beherrschen, sonst gibt es ’ne riesige Sauerei. ūüôā

Zubereitung:

  1. Kartoffeln schälen.
  2. Kartoffeln reiben. (z.B. erst fein und dann grob, je nach Vorliebe)
  3. geriebene Kartoffeln in eine Sch√ľssel geben
  4. Mehl, Eier und Salz zu den geriebenen Kartoffeln in die Sch√ľssel geben
  5. Alles gut durchmischen und kurz stehen lassen, damit das Mehl etwas quellen kann
  6. Die Pfanne anheizen, etwas Fett in die Pfanne geben und zerlaufen lassen
  7. Sobald das Fett heiß ist, mit dem großen Löffel etwas Teig in die Pfanne geben und flach in der Pfanne verteilen
  8. Wenn der Teig auf einer Seite gut goldbraun angebraten ist, den Teig wenden und die andere Seite anbraten
  9. sobald der Teig die gew√ľnschte Br√§une erreicht hat, aus der Pfanne auf einen Teller geben
  10. Schritt 6 bis 9 wiederholen, bis der ganze Teig aufgebraucht ist

Die Kartoffelpuffer kann man mit Zucker bestreuen und sie s√ľ√ü genie√üen. Oder mit Sauerkraut oder anderen Beilagen auch deftig.
Guten Appetit!

√É‚Äěrger mit der Post

Dienstag, 2. September 2008

Anfang August erhielt ich Post von der Kfz-Zulassungsstelle. Darin war eine neue Zulassungsbescheinigung. Auf der Alten war wohl ein Fehler. Die alte Bescheinigung sollte ich der Zulassungsstelle zuschicken. Das Schreiben kam ohne R√ɬľckumschlag.

Heute hatte ich einen Brief im Briefkasten vom Service Center Briefermittlung der Deutschen Post. Au√ÉŇłen klebte ein Aufkleber drauf: Nachentgeld 106 Cent. Inneliegend war mein Brief an die Zulassungsstelle, den ich in weiser Voraussicht weder mit Porto noch mit Absender versehen hatte. Schlie√ÉŇłlich hat das Amt ’nen Fehler gemacht, da bin ich nicht bereit noch f√ɬľr zu zahlen, hab ich ja schon bei der Zulassung.

Interessanter Weise war mein Brief aber mit einem Stempel versehen, auf dem angekreuzt war: Empfänger/Firma unter der angegebenen Anschrift nicht zu ermitteln.

Da ist wohl die Zulassungsstelle umgezogen. Denkste. Nein, auf der Webseite der Stadt Stuttgart ist die Zulassungsstelle weiterhin unter der alten Adresse aufgef√ɬľhrt.

Also z√ɬľckte ich das Telefon und rief die Servicenummer der Deutschen Post an. 01802 3333

Dort kam ich sofort durch, ein netter junger Mann nahm meine Beschwerde auf. Anschlie√ÉŇłend bot er mir noch als Entsch√ɬ§digung 1,10 EUR in Briefmarken an. F√ɬľr mein unn√ɬ∂tig (nicht) bezahltes Porto und den √É‚Äěrger.

Hmm.. wenn die Post so weiter macht, schick ich demn√ɬ§chst immer unfrankierte Briefe an √É‚Äěmter. Wenn ich dann jedesmal 1,10 EUR bekomme, wenn der nicht ankommt, bin ich bald reich. ūüôā

Zitat des Tages

Dienstag, 2. September 2008

„Manchmal bist du die Windschutzscheibe. Und manchmal die Fliege.“

Aus: Smallville. Pilot zur Serie.

√ÉŇďbrigens ein netter Film, den man gem√ɬľtlich gucken kann.

Angrabschen verboten / Stuttgarter Weindorf

Montag, 1. September 2008

Am Freitag waren wir abends auf dem Stuttgarter Weindorf.

Die ganze Innenstadt ist mit Ständen und Festzelten voll gestellt. Es ist supervoll, ein Vorankommen ist mit mehreren Metern pro Minute möglich.

Meine aktuelle Haartracht sieht so aus, dass ich mein inzwischen l√ɬ§ngers Haupthaar zum Zopf gebunden habe. Mein Kinnbart hat inzwischen eine L√ɬ§nge erreicht, bei der es nicht mehr gut aussieht, wenn ich „das Haar offen trage“. Also habe ich diesen auch zu einem kleinen Zopf gebunden.

Wir dr√ɬ§ngten uns also durch die Menschenmassen, oder lie√ÉŇłen uns von den Menschenmassen weitersp√ɬľlen. Pl√ɬ∂tzlich kommt da von links eine Hand, die an einer alten, angetrunken Frau h√ɬ§ngt und grabscht an meinen Bartzopf. Die zur Hand geh√ɬ∂rige Frau kichert trunken und weist ihre anwesende Freundin auf meine Haartracht hin.

Ich kann das ja so gar nicht leiden, wenn da jemand meine Intimzone verletzt. Ich war schon drauf und dran der Frau den Arm zu brechen auf die Pfoten zu hauen. Ich konnte mich aber grad noch zur√ɬľckhalten, habe Z√ɬ§hne gezeigt (manche sagen dazu gezwungen gel√ɬ§chelt) und sah zu, dass ich aus der Reichweite der Hand kam.

Ich wei√ÉŇł schon, warum ich Volksfesten mit viel Menschengedr√ɬ§nge nicht viel abgewinnen kann.

Wir haben dann aber trotz Gedr√ɬ§nge noch einen nicht all zu belagerten Ausschank gefunden und uns zwei Gl√ɬ§ser Wein gekauft. Mit diesen sind wir dann 100 Meter weiter in die K√ɬ∂nigsstra√ÉŇłe gegangen, wo wir uns ohne Menschenmassen auf einer Bank unseren Wein haben schmecken lassen.