Aktuelle Fakten über Solaranlagen (2015)

Freitag, 2. Januar 2015

Im Folgenden führe ich die Betrachtung für eine Solarkleinanlage:

– mit 2,5 kW Spitzenleistung

– ohne Batteriespeicher

– ohne staatliche Förderung

Errichtungskosten

Gemäß der Webseite http://www.photovoltaik-shop.com kostet eine 2,5 kWp Anlage aktuell ca. 4500 €.

Gesparte Stromkosten

Gemäß der Berechnung auf http://www.solaranlagen-portal.com/ kann man in einem 4-Personen Haushalt nur aufgrund des eingesparten (nicht vom Energieversorger zu beziehenden) Stroms pro Jahr ca. 450 € einsparen.

Das bedeutet: baut man sich so eine Solaranlage aufs Dach, mit Geld das man derzeit für kleine Zinsen irgendwo liegen hat, bekommt man 10% Verzinsung dieser Investition. Einfach nur über nicht zugekauften Strom.

Andere Rechnung:

Die Anlage kann bei Westausrichtung ca. 2500 kWh pro Jahr erzeugen (Quelle: http://www.sma.de/home-systems/solarrechner.html). Bei einer konservativen Eigenverbrauchsquote von ca. 30% (entspricht 750 kWh) und einem Strompreis von 0,26 € wären das immer noch rund 200 € im Jahr, die man nicht für Strom ausgeben muss. Selbst bei dieser Rechnung wäre das immer noch eine Verzinsung des Investments von ca. 4,5%.

Diese „Verzinsung“ kann man noch verbessern. Viele Geschirrspüler oder auch Waschmaschinen bieten eine Zeitvorwahl, wann die Maschine starten soll. Wenn man diese Funktion nutzt, um die Großverbraucher tagsüber laufen zu lassen, wird auch die Eigenverbrauchsquote besser.

Z.B. die Waschmaschine startet um 10 Uhr, läuft dann ca. bis 12 Uhr. Dann den Geschirrspüler um 12 Uhr starten lassen, der läuft dann bis 14 Uhr. Andere Verbraucher ohne eigene Zeitfunktion lassen sich evlt. einfach über eine billige Zeitschaltuhr zuschalten.

Wenn man die Warmwasserversorgung neu machen muss, sollte man heutzutage in jedem Fall einen elektrisch (zu-)heizbaren Wasserspeicher einbauen. Den kann man dann immer laufen lassen, wenn gerade kein anderer Verbraucher dringend Energie braucht.

Auch Klimaanlagen, die ja hauptsächlich dann benötigt werden, wenn die Sonne am meisten Energie liefert, sind sehr gut im Eigenverbrauch zu betreiben.

(Es gibt sogar Leute, die lassen die Kühltruhe über eine Zeitschaltuhr nur tagsüber kühlen, dann eben auf deutlich unter -18°C.)

Energiebilanz

Gemäß http://de.solarcontact.com/photovoltaik/pv-module/energiebilanz hat eine Solaranlage spätestens nach 6 Jahren die Energie wieder produziert, die zu ihrer Erzeugung erforderlich war.

Und mal als Gedankenexperiment zum Abschluss:

Nehmen wir mal zum Vergleich die Geld- und Energiebilanz eines anderen, gewöhnlichen Alltagsgegenstandes: eines Autos.

– Wie viel Geld spart ein Auto ein?

– Wann spielt ein Auto die für seine Produktion (und seinen Betrieb) erforderliche Energie wieder ein?

Um beim Auto zu bleiben: man verliert Komfort, wenn man auf sein Auto verzichtet, aber rein energetisch ist es besser auf öffentliche Verkehrsmittel zu setzen. Auch finanziell ist es günstiger für den Einzelnen. Es gibt Länder, da funktioniert das.

Man verliert auch Komfort, wenn man sich entscheidet, seinen Strom nicht „einfach aus der Steckdose“ zu beziehen. Aber energetisch (keine Übertragungsverluste durch große Übertragungsstrecken) und auch finanziell (für den Einzelnen) rechnet sich Solar heute auch ohne staatliche Förderung.

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