Gelesen: Familienkonferenz in der Praxis

Vor zwei Wochen habe ich „Familienkonferenz in der Praxis: Wie Konflikte mit Kindern gelöst werden“ gelesen.

Ich finde die Ansätze zur gewaltfreien Erziehung im Buch sehr gut. Letztlich kannte ich das sogar schon. Denn das sind die gleichen Ansätze wie bei moderner Führung von Mitarbeitern.
In Konflikt-Lösungs-Seminaren kommen die gleichen Werkzeuge zum Einsatz:

  • aktives Zuhören
  • Ich-Botschaften senden
  • Win-Win-Situation herstellen

Wir hatten dazu letzte Woche auch gleich eine Gelegenheit, das ausprobieren. Die Kinder spielten im Garten und schlammten sich total ein. Soweit so gut, kein Problem.

Als sie jedoch ins Bad kamen war dieses dann leider auch komplett versaut. Wände, Fußboden, sogar an der Decke klebte Schlamm.
Daraufhin habe ich die Kinder erst mal ins Kinderzimmer geschickt, bis ich sie wieder hole.

Dann erst mal Bad reinigen.

Und dann hatten wir unsere erste „Familienkonferenz“. Alle saßen um den Küchentisch versammelt. Ich legte die Fakten „auf den Tisch“: „Ihr liebt es im Schlamm zu spielen, wir wollen ein sauberes Bad. Wie erreichen wir das? Habt ihr einen Vorschlag?“
Der Sohn kam gleich mit einer Idee: „wie können uns ja draußen sauber machen.“

So haben wir das dann auch gleich schriftlich festhalten und jeder hat dann die Vereinbarung unterschrieben. (Kinder sagen/fragen ob sie im Schlamm spielen dürfen, Eltern müssen Reinigungsmaterial zur Verfügung stellen)

Jetzt schauen wir mal wie das beim nächsten Mal klappt. 🙂

Der Sohn kam gestern auf alle Fälle schon mal zu meiner Frau: „Also du möchtest die Blumen gießen und ich will matschen, was machen wir da?“ und „Dann hast du, was du willst und dann hab ich, was ich möchte“
Er scheint diesem Prinzip etwas abzugewinnen.

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